Verbesserung der Lebensmittelsicherheit durch Wärmebildgebung in Echtzeit


Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkranken jedes Jahr rund 600 Millionen Menschen nach dem Verzehr von verunreinigten Lebensmitteln. Hinter diesen Zahlen stehen echte Familien, Krankenhausaufenthalte und in den schwersten Fällen der Verlust von Menschenleben.
In der Lebensmittelherstellung können schon wenige Grad den Unterschied zwischen sicheren Produkten und einem kostspieligen Rückruf ausmachen. Für Hersteller können bereits geringfügige Temperaturabweichungen zur Zurückweisung von Chargen, zu nicht bestandenen Prüfungen, zu ungeplanten Ausfallzeiten und zu einer Schädigung des Rufes der Marke führen.
Die Herausforderung besteht nicht darin, nicht zu wissen, dass die Temperatur eine Rolle spielt. Das System überwacht den Prozess kontinuierlich, ohne die Produktion zu beeinträchtigen. Genau hier bietet die Wärmebildgebung in Echtzeit einen messbaren betrieblichen Mehrwert.
Das Kochen, die Pasteurisierung und das Abkühlen sind kritische Kontrollpunkte in jedem HACCP-Konzept. Eine gleichmäßige Erhitzung ist eine der wirksamsten Methoden zur Verhinderung mikrobieller Kontaminationen, doch bei Hochgeschwindigkeits-Produktionslinien ist es schwierig, eine gleichmäßige Temperatur zu gewährleisten, und schon geringfügige Temperaturschwankungen können schnell zu größeren Problemen führen, wenn sie nicht frühzeitig erkannt werden.
Manuelle Stichprobenkontrollen hinterlassen Lücken. Zwischen den Überprüfungen können die Temperaturen unbemerkt schwanken, was häufig Nachbesserungen oder sogar die Entsorgung der Produkte erforderlich macht.
Flir Wärmebildkameras und intelligente Sensoren ermöglichen eine kontinuierliche, berührungslose Temperaturüberwachung entlang der gesamten Produktionslinie. Anstatt einzelne Punkte zu überprüfen, können Bediener das gesamte Wärmebild in Echtzeit einsehen. Dadurch können Teams:
Dank industrietauglicher Auflösung und einer Messgenauigkeit von ±2 °C ermöglicht die Wärmebildgebung sichere Entscheidungen in Echtzeit, ohne den Durchsatz zu beeinträchtigen.
Die manuelle Probenahme ist arbeitsintensiv und führt zu Abweichungen. Durch die direkte Integration der Wärmebildgebung in HMI- und SCADA-Systeme können Hersteller von einer periodischen Probenahme zu einer kontinuierlichen Überwachung übergehen. Die Temperaturdaten werden Teil des übergeordneten Steuerungssystems und sind keine separate manuelle Aufgabe mehr.
In einer Anlage wurden die 30-minütigen manuellen Kontrollen durch eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung mithilfe der Flir A70 Compact Smart Sensor Wärmebildkamera ersetzt. Die Ergebnisse:
Automatisierung ersetzt keine Fachkenntnisse. Sie gibt Teams die Möglichkeit, frühzeitig einzugreifen, und verbessert so sowohl die Sicherheit als auch die betriebliche Leistungsfähigkeit.
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Anlagen zur Lebensmittelverarbeitung stellen hohe Anforderungen: hohe Temperaturen, Hochdruckreinigung, enge Räume und ständige Bewegung. Jede Technologie muss praxisgerecht sein.
Die Flir A70 lässt sich in gängige Industrieprotokolle integrieren und direkt an MES-, SCADA- und Anlagennetzwerke anschließen. Die Daten fließen in bereits verwendete Dashboards und Berichtstools ein, und die Analyse am Netzwerkrand ermöglicht eine sofortige Überprüfung, ohne die Datenausgabe zu verlangsamen oder die Infrastruktur zu verkomplizieren, wodurch die Transparenz und die Prozesssteuerung verbessert werden.

Temperaturabweichungen haben konkrete betriebliche Folgen: Ausschuss, Nacharbeit, Produktionsstillstände und Untersuchungen bezüglich der Einhaltung von Vorschriften. Eine kontinuierliche thermische Überwachung verringert diese Risiken, indem Abweichungen frühzeitig erkannt werden, bevor sie große Mengen beeinträchtigen. Die Vorteile sind klar:
Die Temperatur ist nicht nur eine Zahl. Sie ist ein entscheidender Kontrollfaktor. Die thermische und optische Bildgebung in Echtzeit ersetzt sporadische Kontrollen durch eine kontinuierliche Überwachung und gewährleistet so Rückverfolgbarkeit, Dokumentation und Zuverlässigkeit in jeder Phase der Produktion.
Wenn Sie die Wärme klar erkennen, können Sie Risiken proaktiv statt reaktiv bewältigen. In der schnelllebigen Lebensmittel- und Getränkeindustrie von heute ist diese Transparenz keine Luxusangelegenheit, sondern eine Frage der betrieblichen Sicherheit.
Die Vermeidung von Temperaturschwankungen schützt das Produkt, den Umsatz und die Markenintegrität, vor allem aber schützt sie Menschen.